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Die Arbeitswelt der Zukunft wird der Gesundheit der Menschen zugutekommen. Krankheiten wie das Burnout-Syndrom könnten der Vergangenheit angehören.

Einen sehr großen Teil unserer Lebenszeit verbringen wir mit Arbeit. Kein Wunder also, dass sich die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, auf die Gesundheit auswirken. Bestimmte Erkrankungen sind sogar eng mit Karrierewünschen verknüpft. Das Burnout-Syndrom beschreibt jenen Zustand, bei dem Menschen so ausgebrannt sind, dass sie zu einem normalen Leben kaum mehr fähig sind. Noch handelt es sich bei dem vergleichsweise jungen Phänomen um keine anerkannte Krankheit. Da Mediziner feststellten, dass die Symptome denen der Depression sehr ähnlich sind, tun sie sich schwer, Burnout als eigenständige Erkrankung zu definieren.

Unabhängig von der medizinischen Betrachtungsweise gibt es aber jene Menschen, die überlastet aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Betroffen sind Berufsanfänger ebenso wie aufstrebende Mitarbeiter und Arbeitnehmer in Spitzenpositionen. Nicht zuletzt deswegen stellt sich die Frage, welche Bedingungen der Arbeitswelt dieses Phänomen verursachen. Die Erkrankung dieser Menschen stellt einerseits ein persönliches Schicksal dar, ihr Ausfall bedeutet andererseits aber auch einen wirtschaftlichen Verlust für die Unternehmen. Die Veränderung der Situation steht entsprechend im Interesse aller Beteiligten.

Resilienz und der Arbeiter aus Stahl

Als Reaktion auf die gestiegene Anzahl der Fälle von Burnout bieten Unternehmen Resilienz-Trainings und Resilienz-Kurse für ihre Mitarbeiter an. Die Widerstandsfähigkeit der Mitarbeiter soll darin verbessert werden. Der Begriff „Resilienz“ stammt ursprünglich aus der Materialwissenschaft. Dort beschreibt er die Eigenschaft von Materialien, nach Verformung durch Krafteinwirkung wieder in den Ausgangszustand zurückzukehren.

Ebenso soll es den Mitarbeitern möglich sein. Wenn eine gewisse Zeit lang eine erhöhte Belastung auf sie einwirkt, sollen sie danach wieder in ihren Ausgangszustand wieder zurückkehren. Ob der Arbeiter aus Stahl jedoch durch Kurse und Schulungen hergestellt werden kann, ist zumindest fraglich. Es wären Arbeiter ohne Gedächtnis und Erinnerungsvermögen. Allein auf körperlicher Ebene manifestieren sich die Auswirkungen von wiederkehrenden, lang anhaltenden Stresssituationen.

Stetig wachsender Druck führt zu einer Abwärtsspirale aus Frustration und Angst

Stress gibt es bekanntlich in unterschiedlichen Formen: Gesunden und ungesunden Stress – auch Eu- und Distress genannt. Der gesunde Stress aktiviert, bringt uns voran und hält uns in Form. Negativer Stress führt zu Belastungen, die zum Stillstand führen und auf die Erschöpfung folgt.

Stetig höhere Zielvorgaben, wachsender Zeitdruck oder ökonomische Zwänge führen zu einer Abwärtsspirale aus Misserfolgen, Frustration und Angst. Wessen Persönlichkeit mit den damit verbundenen psychologischen Auswirkungen nicht zurecht kommt, blickt der Gefahr ins Auge, kaputt zu gehen.

In einer Arbeitswelt, in der die Berufswahl vor allem durch Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Leidenschaft bestimmt ist, wird das Risiko des Ausbrennens stark reduziert. Wer in eigener Verantwortung seine Energie einteilt, geht achtsam mit seinen Ressourcen um. Verausgabung und Erschöpfung stellen auf Dauer keine geeignete Strategie dar. Sie dienen weder der Erhaltung der Arbeitskraft noch zur Verwirklichung des Lebenstraums.

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