Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

Weltweit gibt es 1,6 Milliarden Smartphone-Nutzer. Bis 2018 sollen es 2,6 Milliarden werden. Im letzten Jahr wurden 1,3 Milliarden Smartphones verkauft. Schon allein durch die Produktion der Geräte und die dazugehörigen Apps sind Mobiltelefone ein bedeutender Teil der weltweiten Wirtschaft. Jedoch sind Smartphones vor allem in einer weiteren Hinsicht ein wirtschaftsförderder Faktor geworden. Sie erlauben es Menschen zu arbeiten, verbinden sie mit dem Rest der Welt und versorgen sie mit Wissen.

Voraussetzung dafür ist natürlich, ein Anschluss an das Handy- bzw. GSM- oder UMTS-Netz. Während in Europa die Netzabdeckung zu 97% gewährleistet ist, liegt die Abdeckung in Afrika bei etwa 16%. Insofern verwundert es nicht, dass auch die globale Verteilung der Geräte so ungleich ist. Bald gibt es zwar mehr Smartphones als Menschen. Aber sehr viele Menschen haben zwei oder mehr Smartphones, während die Mehrheit der Weltbevölkerung immer noch ohne Smartphone lebt.

Und dennoch: Laut einer UNESCO-Studie stellen Mobiltelefone einen entscheidenden Faktor bei Bildung und Gesundheit dar. Die App “MAMA” versorgt beispielsweise Schwangere mit zum Teil lebenswichtigen Informationen für sie und ihr Baby. In Ländern mit hoher Kindersterblichkeit und keinem Zugang zu Wissen und allgemeiner Bildung retten solche Projekte Leben. Derzeit gibt es in den sogenannten Entwicklungsländern sogar mehr Mobiltelefone als Toiletten und Zugang zu Trinkwasser.

Das Smartphone bietet Zugang zu Bildung und Wissen

Der Zugang zu Bildung und Wissen fördert aber auch die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Eine Untersuchung der Weltbank ergab weiterhin, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Bruttoinlandsprodukt eines Landes und der Verbreitung von Smartphones gibt. Steigt die Verbreitung von Geräten mit mobilem Internet um 10%, steigt auch das BIP um 0,8%.

Das Smartphone schafft nicht nur den Zugang zu neuen Arbeitsformen und Vernetzung – die Digitalisierung bildet die Voraussetzung für einen bestimmten Lebensstil und erzeugt damit Arbeit und Wachstum. In den Ländern Zentral- und Südafrikas stellt vor allem die Möglichkeit, über Mobiltelefone zu zahlen, einen Hauptauslöser für das Wirtschaftswachstum dar.

Das Smartphone als Zahlungsmittel

Um Geschäfte zu machen, bedarf es gewisser Infrastrukturen. Je entwickelter ein Banken- und Bezahlsystem in einem Land ist, desto leichter ist es, Handel zu betreiben und Dienstleistungen anzubieten bzw. abzurechnen. Während sich das Bezahlen per Smartphone mit Apple Pay oder Google Wallet in den USA und in Europa erst langsam entwickelt, ist es in großen Teilen Afrikas seit Jahren gängige Praxis.

Kenia verhalfen Mobiltelefone zu einem wahren Wirtschaftsboom. Gerade in Gegenden, wo die vorhandene Infrastruktur besonders schlecht ist, hilft die digitale Infrastruktur, Grenzen zu überwinden. Diese neue, tragbare Infrastruktur sorgt aber nicht nur in Afrika für ein mobiles Wirtschaftswunder.

Die „Uberisierung“ der Wirtschaft

Das Smartphone als Wirtschaftsfaktor ist nicht nur ein Phänomen, das besonders armen Ländern oder aufstrebenden Entwicklungsländern Aufschwung verspricht. Seit dem Erfolg von Uber gibt es immer mehr Apps, die die Digitalisierung in nahezu jeden Bereich der Wirtschaft tragen.

Die „Uberisierung“ unterschiedlichster Branchen ermöglicht Menschen einen leichten, barrierefreien Zugang zu Arbeit über ihr Smartphone. Wie Uber Taxifahrten vermittelte, vermittelt Helpling Reinigungskräfte. Airbnb macht wiederum Hotels Konkurrenz. Über GreenPal findet man wiederum Menschen, die einem den Rasen mähen und über CityMani jemanden für die Fingernägel. Sogar Bargeld (Nimbl) oder Alkohol (Minibar) kann man sich inzwischen gegen Bezahlung bringen lassen.

Dies sind jedoch nur die Anfänge eines großen Transformationsprozesses, der die ganze Arbeitswelt erfassen wird. Das Smartphone hat das Potential, jedem Menschen einen Zugang zu Bildung, Wissen und Arbeit zu verschaffen.

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn