Ein sorgenfreies Leben dank Cloud-Computing, Big Data und dem Semantic Web

Ein sorgenfreies Leben dank Cloud-Computing, Big Data und dem Semantic Web

Mithilfe von Big Data, Cloud-Technologien und dem Semantic Web werden Berufsleben und Alltag ein völlig neues Gesicht bekommen. Wie diese Techniken unsere Bedürfnisse im Vorfeld erkennen und selbstständig darauf reagieren werden.

Die Zukunft gehört Cloud-Computing, Big Data und dem Semantic Web. Aufgrund der vielfältigen Nutzen von Cloud-Lösungen wird sich das Cloud-Computing in naher Zukunft durchgesetzt haben. Die Vorteile überwiegen sowohl im unternehmerischen als auch im privaten Bereich. Geräte aller Art versorgen sich künftig selbstständig mit Informationen über Vorlieben, Lebensstil, Einstellungen sowie der aktuellen Lebenssituation. Die Menschen stehen durch Ortungsdienste im permanenten Austausch mit ihrer Umgebung.

Die vernetzten Maschinen und Gegenstände werden ein neues, ganz eigenes Ökosystem ausbilden. Diesem gegenüber müssen wir uns verhalten, damit die positiven Effekte genutzt werden und das Leben durch sie erleichtert wird. Ähnlich wie dies bei älteren Technologien der Fall war, hängt die Bewertung maßgeblich davon ab, wie diese eingesetzt werden. In dem Animationsvideo von Databarraks erklärt der britische Schauspieler Stephen Fry Cloud-Computing, indem er es in die Geschichte einer längeren technologischen Entwicklung einsortiert. Erfindungen wie die Glühlampe und die Elektrizität, die das Leben der Menschen grundlegend verändert haben, sind uns heute selbstverständlich. Für die kommende Transformation unserer Lebensweise wird neben Cloud-Computing auch das Semantic Web und Big Data mitverantwortlich sein.

Web 3.0 – Das Semantic Web wird Inhalte verstehen

Mit dem „Web 3.0“ wird etwas Wirklichkeit, was Alan Turing unter Garantie fasziniert hätte. Durch den nach ihm benannten Turing-Test sollte es möglich sein, durch eine Handvoll Fragen festzustellen, ob das Gegenüber eine Maschine oder ein Mensch ist. Wenn es einer Maschine gelingt, die ihr gestellten Fragen so zu beantworten, wie ein Mensch dies tun würde, hätte sie den Turing-Test bestanden. Was nun unter dem Begriff Web 3.0 (auch „Semantic Web“ bezeichnet) entsteht, würde über genügend künstliche Intelligenz verfügen, um dies zu schaffen. Das gelingt dieser Technologie mit der Fähigkeit, die Bedeutung von Sprache zu verstehen und zu beherrschen.

Maschinen Sprache und Bedeutung beizubringen ist zunächst ein linguistisches Problem. Um Sprachkompetenz programmierbar zu machen, muss im Vorfeld klar sein, wie Sprache an sich funktioniert. Der Informatiker Tim Berners-Lee beschrieb als Erster, wie über semantische Analyse-Verfahren das Internet das Denken lernen kann. Ein intelligentes Netz kann jedoch nicht nur einfache Wortbedeutungen verstehen, sondern auch komplexe Informationen miteinander in Beziehung setzen. Um das zu leisten, sind große Mengen an Daten nötig.

Big Data und das Internet der Dinge

Das Web 3.0 funktioniert umso besser, je mehr Informationen verfügbar sind. Zu jedem Wort, zu jedem Sachverhalt und zu jedem Informationskomplex werden Datenbanken angelegt, um mögliche Verbindungen und Verwendungszusammenhänge zu speichern. Dadurch entstehen riesige Datenmengen, die verarbeitet werden müssen – sprich: Big Data. Mit Big-Data-Technologien werden diese Mengen an Daten verarbeitbar und ihnen kommt damit eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Semantic Web zu. Die Suchmaschine „Wolfram Alpha“ und das Computerprogramm „Watson“ von IBM zeigen bereits heute, dass es sich beim Web 3.0 nicht um fiktionale Zukunftsvisionen handelt. Watson hat im amerikanischen Fernsehquiz Jeopardy unter Beweis gestellt, dass es im Stande ist, die menschlichen Konkurrenten haushoch zu besiegen.

Neben Big Data wird das Internet der Dinge eine bedeutende Rolle für das Web 3.0 spielen. Die Sensoren der vernetzten Dinge stellen die Sinnesorgane für das Web 3.0 dar. Über sie erhält es aktuelle Informationen, um diese automatisch weiter zu verarbeiten. Angefangen von der Überwachung von Produktionsanlagen in den Smart Factorys über den Kühlschrank im Smart Home bis hin zum Reifendruck im Connected Car. Automatisierte Prozesse erhöhen die Effizienz und erleichtern Planung, steigern die Sicherheit und bringen Komfort. In der Automatisierung findet das Web 3.0 seine Bestimmung: Fällt eine Komponente in der Smart Factory aus, wird automatisch ein Ersatzteil bestellt und ein Termin koordiniert; geht ein Produkt im Kühlschrank zur Neige oder steht Besuch ins Haus, wird automatisch nach- oder auf Vorrat bestellt.

Neudefinition von Arbeits- und Lebenswelt

Diese Reihe an Beispielen ließe sich noch beliebig fortsetzen – was aber deutlich wird, ist das große Potential, das hinter diesen Neuerungen steht. Je mehr es Maschinen gelingen wird zu denken, desto mehr Aufgaben können sie in Zukunft übernehmen. Diese Veränderungen könnten die ganze Arbeitswelt und auch den privaten Alltag vollständig verändern. Bestimmte Berufe werden wegfallen, während eine Reihe neuer Berufe entstehen wird. Die kommende Transformation der Arbeitswelt könnten sogar soweit gehen, dass es notwendig wird, das, was wir heute Arbeit nennen, ganz neu zu definieren.

Was wird, wenn durch die Automatisierung den Menschen ein großes Maß an Zeit zur Verfügung steht, in der nicht mehr gearbeitet wird? In dem Video von MAYA Design wird veranschaulicht, über welches Ausmaß an vernetzten Geräten wir angesichts des Internets der Dinge sprechen.

Trillions from MAYA Design on Vimeo.

Mit dem quantitativen Mehr an internetfähigen Geräten geht ein qualitativ anderer Umgang mit diesen einher. Algorithmen werden nicht nur einfach unsere Bedürfnisse und Wünsche vorhersagen, sondern deren Bedeutungen und Zusammenhänge erkennen und darauf reagieren können. Mit der Vernetzung der Dinge, wird unsere Lebenswelt grundlegend verändert.